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face to face - Fotografien aus Vietnam |
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Geschrieben von Deutscher Entwicklungsdienst
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Sonntag, 16. Mai 2010 |
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Fotografien aus Vietnam auf Tour in Deutschland
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In 2010 feiern wir anlässlich der seit 35 Jahren andauernden
diplomatischen Beziehungen zwischen Vietnam und der Bundesrepublik
Deutschland das „Deutsch-Vietnamesische Jahr“. Als Teil dieses
interkulturellen Austauschs bringt der DED gemeinsam mit den
Schmitz-Stiftungen Fotos aus Vietnam nach Deutschland. Die
außergewöhnliche Ausstellung mit dem Titel face to face
beinhaltet Bilder und Videos, die 16 Menschen mit Behinderungen aus der
nordvietnamesischen Provinz Thanh Hoa gemacht haben. Ab dem 28. März
wird die Ausstellung in 13 deutschen Städten, darunter Berlin, Bonn,
Würzburg und Leipzig, zu sehen sein.
Menschen mit Behinderung eine Stimme geben
Die Situation von Menschen mit Behinderung in Vietnam hat eine besondere
Brisanz. Sie verfügen über geringere Bildungschancen, die
Arbeitslosenrate ist überdurchschnittlich hoch und mehr als 30 Prozent
der Familien von Menschen mit Behinderung leben unter der Armutsgrenze.
In der Provinz Thanh Hoa sind 70 Prozent der insgesamt 200.000 Menschen
mit Behinderung ohne Arbeit und damit verstärkt von Armut bedroht.
Nguyen Thi Huong, 29, kam mit einer Gehbehinderung zur Welt. Dem
Filmteam, das das face to face Projekt begleitete,
sagte die Fotografin zu Beginn: „Ich frage mich, warum unser Leben so
hart ist. Du kannst sehen, wie arm wir sind. Wir können nichts tun, es
zu ändern.“
Seit 2007 nun unterstützen der Deutsche Entwicklungsdienst DED und die
Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GTZ die aktive Beteiligung
von Menschen mit Behinderung am Entwicklungsprozess des Landes. Das
PhotoVoice-Projekt face to face ist aus einem
Pilotprojekt zur Stärkung von lokalen Selbsthilfegruppen in der Provinz
Thanh Hoa entstanden und setzt an der Schnittstelle von Kunst, Kultur
und Entwicklung an.
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„Ich fühle mich nicht länger unterlegen“
PhotoVoice hilft, benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch Fotografie eine Stimme zu verleihen. Durch das Projekt in Thanh Hoa fanden Menschen mit Behinderung neue Ausdrucksformen und konnten sich untereinander vernetzen. In einem Zeitraum von rund fünf Monaten hatten die Teilnehmenden die Aufgabe, Fotos zu ihren Lebenslagen zu machen und Kurzgeschichten zu schreiben. Sie wurden ermutigt, mit dem Fotoapparat und ihren Ideen zu experimentieren. Die Kamera diente dabei als Katalysator für Erforschung, Entdeckungen und Reflexion. In Workshops wurde der Stand des Projektes besprochen, wurden Fotos gesichtet und wo nötig Hilfestellung geleistet. Damit half das Projekt, die visuelle Wahrnehmung, die Kommunikationsfähigkeit und das fotografische Geschick der Teilnehmer weiterzuentwickeln und förderte so auch deren Bestreben, Einfluss auf lokale politische Prozesse zu nehmen. „Das Fotografieren hat den anderen in meiner Umgebung geholfen, mich besser kennen zu lernen“, sagt Nguyen Thi Huong. „Die größte Veränderung liegt in meinem Selbstbewusstsein und in der Erkenntnis, für mich und andere zu leben. Jetzt weiß ich, wie ich das Schicksal und Umstände überwinden und Kontakte herstellen kann für etwas, was ich erreichen möchte. Ich fühle mich nicht länger unterlegen.“
Die Bilder fordern zum Nachdenken auf
Die Fotos gehen ihren Betrachtern auf intensive und dennoch einfühlsame
Weise nahe und fordern zum Nachdenken auf. Sie erzählen vom täglichen
Leben von Menschen mit Behinderungen in Vietnam - ein Vietnambild, das
man so nicht kennt. „Ich habe so viel in den Augen derer gelesen, die
ich fotografiert habe“ , sagt Nguyen Thi Phuong, eine der 16 Fotografen.
Die Initiatoren des Projektes sind sich einig: „Die entstandenen Bilder
waren von so unerwarteter Qualität und eindrucksvoller Offenheit, dass
sie die Grenzen eines üblichen PhotoVoice-Projekts um ein Vielfaches
überschritten haben.“
Aus den über 8.000 Aufnahmen wurden mit Hilfe eines Kurators 90 Bilder
und ein Videoclip ausgewählt und zu Kompositionen zusammengefügt. Der
begleitende Dokumentarfilm Still Life Moving zeigt die Sorgen,
Gedanken und die Träume der Fotografinnen und Fotografen.
Die Wanderausstellung wird ab dem 28. März 2010 für ein Jahr lang in
verschiedenen deutschen Städten zu sehen sein.
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30. April - 31. Mai 2010
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Dortmund |
Bibliothek TU |
| 1. - 27. Juni 2010 |
Leipzig |
Grassi-Museum |
| 7. - 25. Juni 2010 |
Bonn |
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |
| 2. - 23. Juli 2010 |
Würzburg |
Rathaus |
| 22. Juli - 22. August 2010 |
Frankfurt |
Goethe-Institut |
| 23. August - 5. September 2010 |
Bochum |
Haus Kemnade |
| 6. - 19. September 2010 |
Hamm |
Volkshochschule |
| 20. - 30. September 2010 |
Düsseldorf |
Schmitz-Stiftung |
4. - 17. Oktober 2010
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Berlin |
Nikodemuskirche |
| 4. - 17. Oktober 2010 |
Schwerin |
Landtag |
| 18. Oktober - 5. November 2010 |
Rostock |
Rathaus |
| 8. November - 5. Dezember 2010 |
Magdeburg |
Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt
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| 15. - 30. November 2010 |
Deutz |
Landeshaus |
| 6. - 27. Dezember 2010 |
Bonn
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Presseamt |
| 27. Januar - 14. März 2011 |
Recklinghausen |
Volkshochschule |
| Text: Nadja Charaby, DED-Entwicklungshelferin im Bereich Demokratieförderung in Hanoi, Vietnam |
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 16. Mai 2010 )
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